Das Projekt

StadtRebellen – 1 km² x anders

Ein Kooperationsprojekt des
Labyrinth Kindermuseum Berlin & kleine baumeister

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Gefördert vom Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung.

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Projektzeitraum: August 2014 – Juli 2015

Kooperationseinrichtungen

Bezirke

Das Projekt findet nacheinander statt in:
Wilmersdorf, Schöneberg, Tempelhof, Lichtenberg, Reinickendorf, Pankow.

Das Projekt
Die Kooperation Labyrinth Kindermuseum Berlin & kleine baumeister
Kontext
Ziele

Das Projekt

In dem Projekt „StadtRebellen – 1km² x anders“ werden Kinder aktiv: In sechs Berliner Bezirken erforschen jeweils eine Kita und eine Grundschule als Tandem mit den kleinen baumeistern 1 km² Stadt in ihrer unmittelbaren Umgebung. Sie besuchen Lieblingsorte, entdecken Unorte, schauen, was ihnen gefällt und was so für sie nicht funktioniert. Nach einer kreativen Forschungsphase einigen sich Kita- und Grundschulkinder auf eine Situation im Kiez, die sie dauerhaft verändern möchten.

Die Kinder werden selbst zu Stadtgestaltern und entwickeln Lösungen entsprechend ihrer Phantasie und ihrer Bedürfnisse. Sie präsentieren ihre Veränderungen zum Guten vor Ort im Beisein von relevanten Akteuren aus Stadtverwaltung und Stadtplanung. Das heißt, im Projekt „StadtRebellen – 1km² x anders“ lernen Mädchen und Jungen, ihre Stadt kritisch in den Blick zu nehmen, kreativ einzugreifen und sich zu äußern. Das macht nicht nur Spaß, sondern wird zu einer intensiven Erfahrung der Teilhabe und Selbstbestimmung für die Kinder – StadtRebellen eben!

Bei „StadtRebellen“ werden die Kinder ernst genommen und bekommen eine Plattform: Die Forschungsergebnisse und Interventionen der Tandems werden fortlaufend in der aktuellen Ausstellung „Platz da! Kinder machen Stadt“ des Labyrinth Kindermuseum Berlin präsentiert sowie auf dem StadtRebellen-Blog dokumentiert. Am 13. Mai und 13. Juli 2015 werden im Labyrinth Kindermuseum Berlin zwei Kinder-Stadtforen stattfinden, auf denen die Kinder mit Experten aus Architektur, Stadtverwaltung und anderen Akteuren in einen kreativen Austausch treten und ihre Ideen und Visionen für Berlin formulieren und weitergeben können.

Mit den Kooperationspartnern Marie-Elisabeth-Lüders-Oberschule (MELO) und Bauhaus-Universität Weimar besitzt das Projekt eine weitere Ebene in Forschung und Lehre. Ein Profilkurs Kunst der MELO-Oberschule stößt zu einem StadtRebellen-Tandem dazu, während ein Profilkurs Theater die Tandems regelmäßig begleitet und den jeweils nachfolgenden Tandems die bisher erarbeiteten Ergebnisse in kleinen Inszenierungen als Impulse weitergibt. In Weimar nimmt der Fachbereich „Architektur & Schule“ (Fakultät Architektur und Urbanistik) der Bauhaus-Universität teil, führt mit einer 6. Klasse des Goethegymnasiums Weimar eine weitere “StadtRebellion” durch und tritt in den Austausch mit den Berliner Tandems.

Das Projekt ist eine Kooperation des Labyrinth Kindermuseum Berlin mit der Initiative „kleine baumeister“.

Der aktuelle Stand des Projektes ist hier zu finden: www.stadtrebellen.berlin

Gefördert wird „StadtRebellen – 1km² x anders“ vom Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung.

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Die Kooperation Labyrinth Kindermuseum Berlin & kleine baumeister

Die Kooperation lebt durch die Verbindung des statischen Elements einer Ausstellung über die Stadt mit den Satelliten in Form der kleinen baumeister, die mit Kindern die Stadt – ihren km² vor Ort – erobern. Das heißt, die Inhalte und Theorie zum Thema Stadt, die die Kinder „hands on“ im sicheren Raum Labyrinth Kindermuseum Berlin erfahren, überprüfen sie in der Realität des Stadtraums gemeinsam mit den kleinen baumeistern.

Im Projekt erarbeiten die Kinder gemeinsam mit den Experten neue Inhalte, untersuchen und verändern anhand dieser ihre Lebenswelt in der Praxis und erreichen mit der Präsentation in der Ausstellung eine breitere Öffentlichkeit.

Kinder lernen aktiv und mit allen Sinnen, indem sie den Dingen selber und aktiv auf den Grund gehen. Lernen durch Selbermachen ist der Weg, auf dem Kinder am besten vorankommen. Mit „StadtRebellen – 1km² x anders“ animieren das Labyrinth Kindermuseum Berlin und die kleinen baumeister Mädchen und Jungen dazu, sich einzumischen, zu schauen, neugierig zu werden, quer und anders zu denken – Kinder machen Stadt!.

Kontext

Das Projekt steht in engem Zusammenhang mit der interaktiven Bauausstellung „Platz da! Kinder machen Stadt“ des Labyrinth Kindermuseum Berlin, die von April 2014 – August 2015 läuft.

Alle Besucherinnen und Besucher ab 3 Jahre sind eingeladen zu gestalten, kreativ zu sein und Visionen für die Stadt Berlin zu entwickeln. Das Labyrinth Kindermuseum Berlin verwandelt sich in einen Forschungsort für Mädchen und Jungen, in dem das Entwickeln und Umsetzen eigener Ideen, ästhetischer Vorstellungen und Gestaltungsentwürfe im Kontext Architektur und Stadtplanung im Zentrum steht. Das Ausstellungsdesign präsentiert die perfekte Kulisse: Ein Gang durch die Ausstellung erinnert an einen Spaziergang durch Berlin. „Platz da! Kinder machen Stadt“ nimmt Kinderfragen und Kindersicht ernst und wurde in Kooperation mit den kleinen baumeistern bereits in der Planungsphase von Mädchen und Jungen mit entwickelt. Ihre Ideen und Vorschläge sind Bestandteil der Ausstellung. Auch der Impuls für die Projektidee „StadtRebellen“ kam von Kindern im Rahmen der vorbereitenden Projektarbeit zur Ausstellung.

Ziele

„StadtRebellen – 1km² x anders“ richtet sich an einen breiten Personenkreis: Das Projekt sensibilisiert Kinder, Pädagog*innen und zukünftige Erzieher*innen durch die aktive Mitarbeit im Projekt sowie durch den Besuch der Ausstellung und der Stadtforen im Labyrinth Kindermuseum Berlin für die Themen Stadtplanung und Baukultur.

Die Besonderheit des Projektes liegt darin, schon die Kleinsten in den Fokus baukultureller Bildung zu nehmen. Es regt Kinder dazu an, Architektur, Design und Stadträume bewusst wahrzunehmen und gibt ihnen Rüstzeug und Sprache an die Hand, die Umgebung zu vermessen und zu analysieren. Unabhängig von ihrer Herkunft oder sozialen Schicht werden Kinder für Kultur- und Kunstformen begeistert und ermutigt, eigene Ideen kreativ umzusetzen. Ihre eigenen Gestaltungskompetenzen werden intensiv gefördert.

Das Projekt möchte bei den Kindern die Sensibilität für ästhetische, aber auch für ganz praktische Fragen wecken. Kinder sollen ihre Umgebung auf eine für sie geeignete Infrastruktur überprüfen können. Sie lernen, dass sie die Lebensumstände und ihr unmittelbares Lebensumfeld nicht als gegeben hinnehmen müssen. Sie können ihren Stadtraum erobern und sich aktiv in städtebauliche Veränderungsprozesse einbringen.

Unser Projekt sensibilisiert die relevanten Player aus Architektur und Stadtverwaltung für die Kindersicht und setzt Kinderthemen und -visionen für ihre Stadt auf die Tagesordnung. Das Projekt gibt Kindern eine Stimme und vermittelt ihnen die Möglichkeit der Partizipation und Mitbestimmung.

„StadtRebellen – 1km² x anders“ schafft nicht zuletzt durch den Blog und die Stadtforen ein Netzwerk und bietet eine Plattform für weitergehende Forschung und Diskussion zu frühkindlicher, baukultureller Bildung und den Themen „Kinder und Stadt“ sowie „Kinder und Architektur“.