17. Oktober 2014 – ,

Hundebaumgürtelservicestationen!?

TOLL! Die Wilmersdorfer StadtRebellen haben heute vor internationalem Publikum (Hallo, Zürich!) ihre mit den kleinen baumeistern erarbeiteten Lösungen der für sie dringendsten zwei Probleme in ihrem Kiez, nämlich Hundekot und Zigarettenkippen, präsentiert.

Für den Hund und seine Hinterlassenschaften gibt es ab heute vier Hundebaumgürtelservicestationen rund um den Ludwigkirchplatz. Wie sieht sowas aus? Ganz einfach, ein Gurt um den Baum, daran eine Schaufel, Taschen für Gummihandschuhe und kleine Tüten, eine Kiste fürs Herrchen oder Frauchen zum Ausruhen nebendran. Und natürlich sind die Tüten aus Maisstärke und biologisch abbaubar, denn die StadtRebellen wollen ja nicht noch mehr Müll produzieren. Für die Servicestationen, um die sich die Kita-Kinder nicht selbst kümmern können, haben sich auch schon Pat*innen gefunden, denn die Stationen müssen regelmäßig gewartet werden.

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(c) Steiner/Labyrinth Kindermuseum Berlin

Für die Raucher haben die StadtRebellen Aschenbecher aus Papier entworfen, die direkt in die Zigarettenschachteln integriert werden können – diese Idee senden wir sofort weiter an die Zigarettenindustrie! Zusätzlich appellieren die jungen Rebellen mit einer kleinen Kunstaktion an die Raucher, wenn schon nicht das Rauchen, dann doch zumindest das Vermüllen einzustellen. Das geschieht mit visuellen und akustischen Botschaften auf CDs, die sie im Kiez platzieren: “Dein Aschenbecher, mein Kiez”. (Diese CDs sammeln sie nach einer kurzen Zeit wieder ein, wenn sie nicht schon auf CD-Playern im Kiez laufen.)

k-Heide Keil kleinebaumeister1

Die Wilmersdorfer Kinder freuten sich, dass sie die nächsten StadtRebellen, die Kitakinder aus Schöneberg und Schüler*innen der MELO, zu Gast hatten und ihnen direkt die Staffel in Form von StadtRebellen-Fahnen übergeben konnten.

Zu unserer großen Freude konnten wir  Thomas Juhl vom Kinder- und Jugendparlament Charlottenburg-Wilmersdorf begrüßen. Die AG Umwelt des Parlaments hat vor zwei Jahren einen Flyer für saubere Parks erarbeitet, in dem es um ähnliche Themen ging. Wir bleiben im Kontakt!

Elfi Jantzen, Bezirksstadträtin für Jugend, Familie, Schule, Sport und Umwelt, konnte leider nicht kommen, hat den StadtRebellen aber schriftlich viel Erfolg gewünscht. Wir informieren sie und weitere Ansprechpartner im Bezirk selbstverständlich über die Arbeit, Wünsche und Ergebnisse der Wilmersdorfer StadtRebellen.

Baupläne und Vorlagen für die Hundestationen und Ascher werden wir demnächst auf diesem Blog hochladen, damit sie viele Nachahmer finden.

Nach den Herbstferien werden erste Objekte und Ergebnisse des Wilmersdorfer Projektdurchlaufs in der aktuellen Ausstellung des Labyrinth Kindermuseum Berlin zu sehen sein.